Kollektivvertrag für elektro- und elektronikindustrie

24 Luglio 2020
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Das unfreundliche Geschäftsmodell der Arbeitnehmer, das von den wichtigsten Akteuren der Elektronikindustrie angenommen wurde, hat sich negativ auf organisierte Arbeitsplätze und nachhaltige Beschäftigung in diesem Sektor ausgewirkt. Die Zahl unorganisierter und prekärer Arbeitnehmer nimmt in dem komplizierten Lieferkettensystem zu. Die Gewerkschaften müssen sich wehren, indem sie starke Verhandlungsfähigkeiten unter den Arbeitnehmern organisieren und fördern. China, einst das weltweite Produktionszentrum für Elektronik, verliert nun gegen Südostasien und Indien. Multinationale Unternehmen (MNCs) verlagern ihre Produktion in ASEAN-Länder wie Malaysia, Indonesien, Philippinen und Vietnam sowie Indien, wo die Löhne für Arbeiter im verarbeitenden Gewerbe niedriger sind als in China (Tabelle 1). 62 Prozent des Fernsehens (LCD, LED), 70 Prozent der Halbleiter, 76 Prozent der Autonavigationssysteme, 86 Prozent der Mobiltelefone und 100 Prozent der Digitalkameras werden in Asien hergestellt. Die ASEAN-Länder und Indien helfen, ausländische Investitionen anzuziehen, indem sie spezielle Anreize für elektronische MNCs bieten. Unternehmen eilen nach Indien und in die ASEAN-Länder, um die niedrigeren Herstellungskosten und attraktiven Investitionsbedingungen zu nutzen. Als Folge der vorzugsseitigen Behandlung von Samsung Electronics durch die vietnamesische Regierung baute das Unternehmen 2014 die weltweit größte Smartphone-Fabrik des Landes. Samsung wird bis Juli 2015 100.000 Mitarbeiter beschäftigen und damit das größte ausländische Unternehmen in Vietnam sein. An anderer Stelle plant Foxconn, eine Milliarde US-Dollar in ein Produktionsprojekt in Indonesien zu investieren, das in den kommenden Jahren schätzungsweise mehr als 100.000 Arbeitsplätze schaffen wird.

Im Jahr 2014 führte die INDUSTRIE für IKT Elektro- und Elektronikbranche in dustRIALL eine Umfrage zu prekären Arbeitsverhältnissen in der Branche durch. Die Ergebnisse zeigen, dass Festangestellte in prekäre Positionen gedrängt werden. Die Gewerkschaften tun sich schwer, die rasch wachsende Zahl von Leiharbeitnehmern, Leiharbeitern und ausgelagerten Arbeitnehmern sowie Migranten zu erreichen, die kaum oder gar keine Chance haben, über ihre Beschäftigungsbedingungen kollektiv zu verhandeln. Wegen der Arbeitsschutzpflicht ist das Einarbeiten gegen die in Tarifverträgen festgelegten Bedingungen während der Tariflaufzeit verboten. Die fünf bestverdienenden Elektronikunternehmen der Welt stammen aus Ländern, in denen die IAO-Konventionen über die Vereinigungsfreiheit (IAO-Übereinkommen Nr. 87) und das Recht auf Kollektivverhandlungen (IAO-Übereinkommen Nr. 98) nicht ratifiziert werden. Sie arbeiten auch in arbeitsintensiven Produktionsprozessen und/oder lagern sie an Lieferanten in Ländern aus, in denen diese IAO-Übereinkommen nicht eingehalten werden (Tabelle 2 und 3). In den arbeitsintensiven Produktionsprozessen der Elektronikindustrie weisen die Arbeitsplätze eine sehr geringe oder gar keine Gewerkschaftsdichte auf. Viele Arbeitnehmer sind in ein prekäres Arbeitsumfeld gezwungen, das ihre Chance auf Tarifverhandlungen schwächt. Die Lieferketten, die die Elektronikindustrie ernähren, werden immer größer und komplexer, da die Technologie jeden Bereich unseres Lebens durchdringt.

Apple beschäftigt sich mit über 750 Zulieferern, um Produkte wie iPhones und iPads herzustellen, und in der Automobilindustrie können elektronische Komponenten bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten in allen Fahrzeugkategorien ausmachen. Es wird geschätzt, dass die Elektronikindustrie weltweit 18 Millionen* Arbeitnehmer beschäftigt. Im Jahr 2014 wurde in Zusammenarbeit mit dem GoodElectronics-Netzwerk ein von der Europäischen Kommission unterstütztes fünfjähriges Projekt gestartet. Im Mittelpunkt steht die Organisation von Elektronikarbeitern in der ASEAN-Region, von denen 30 Prozent Frauen sind, darunter ausgelagerte Arbeitnehmer, Leiharbeitnehmer, Migranten und Studenten.

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